Themenkreise
Themenkreise – J. Krishnamurti hat in seinen Dialogen über viele Themen gesprochen. Dies ist ein Versuch, diese Themen in einer […]
Themenkreise – J. Krishnamurti hat in seinen Dialogen über viele Themen gesprochen. Dies ist ein Versuch, diese Themen in einer […]
Es sind drei Dinge, die wir sehr gründlich verstehen müssen, wenn wir diese gesamte Bewegung des Lebens erfassen wollen. Diese sind Zeit, Leid und Tod.
Frage zum thema Zeit: Kann sich die Vergangenheit auf einmal auflösen, oder braucht dies zwangsläufig Zeit?
Frage zum Thema Erinnerung: Erinnerung, sagen Sie, ist eine unvollständige Erfahrung. Ich habe eine Erinnerung und einen lebendigen Eindruck von Ihren früheren Gesprächen. Inwiefern ist dies eine unvollständige Erfahrung? Bitte erklären Sie diese Auffassung in allen Einzelheiten.
Krishnamurtis letzte öffentliche Worte wurde im Januar 1986 in Madras gehalten. J.K. starb am 17.02.1986. Das Thema des Vortrags ist „Leben“. Das Leben in seiner Unermesslichkeit. In dem Vortrag bittet er die Zuhörer, mit ihrer Selbstzerstörung aufzuhören und sich mit der Frage nach dem „Leben“ auseinanderzusetzen.
In diesem ganzen Buch haben wir uns damit beschäftigt, wie wir in uns und damit in unserem Leben eine totale Revolution hervorbringen können, die nichts mit der bestehenden Gesellschaftsordnung zu tun hat.
Wir haben entdeckt, dass Liebe für die meisten Menschen Trost und Sicherheit bedeutet, ihnen eine Gewähr ständiger gefühlsmäßiger Befriedigung für den Rest ihres Lebens bietet. Dann kommt einer wie ich daher und sagt: »Ist das wirklich Liebe?« und befragt Sie und bittet Sie, in sich hineinzuschauen.
Wir glauben, dass Veränderungen in uns selbst mit der Zeit eintreten können, dass Ordnung in uns selbst nach und nach aufgebaut und Tag für Tag vermehrt werden kann. Aber die Zeit bringt keine Ordnung und keinen Frieden, deshalb müssen wir aufhören, in Begriffen der Allmählichkeit zu denken. Das bedeutet, dass es für uns kein Morgen gibt, in dem wir friedlich sein können. Wir müssen im Augenblick in Ordnung sein.
Wir alle sind auf der Suche nach Vergnügen in der einen oder anderen Form – intellektuelles, sinnliches oder kulturelles Vergnügen, das Vergnügen, zu reformieren, anderen zu sagen, was sie tun sollen, die Übel der Gesellschaft zu verändern, Gutes zu tun – das Vergnügen, mehr zu wissen, mehr körperliche Befriedigung, mehr Erfahrung, mehr Verständnis des Lebens, all die klugen, listigen Dinge des Geistes – und das letztendliche Vergnügen ist natürlich, Gott zu haben.
Wir glauben, daß sich in uns im Laufe der Zeit eine Wandlung vollziehen kann, daß nach und nach eine innere Ordnung geschaffen werden kann und daß wir Tag für Tag dazu beitragen können. Aber die Zeit bringt keine Ordnung und keinen Frieden. Darum müssen wir aufhören, an ein stufenweises Fortschreiten zu glauben. Das bedeutet, daß es für uns kein Morgen gibt, um darin friedvoll zu leben. Wir müssen augenblicklich friedlich sein.