Autorenname: j. Krishnamurti

Angst, Begehren, Eifersucht, Einbruch in die Freiheit, Gedanke, Liebe, Lust, Selbstmitleid

Liebe

Das Wort „Liebe“ ist so belastet und verfälscht, daß ich es ungern gebrauche. Jedermann spricht von Liebe – jedes Magazin, jede Zeitung und jeder Missionar spricht unaufhörlich von Liebe. Ich liebe mein Heimatland, ich liebe meinen König, ich liebe irgendwelche Bücher, ich liebe diesen Berg, ich liebe das Vergnügen, ich liebe meine Frau, ich liebe Gott.

Angst, Beobachter, Einbruch in die Freiheit, Sterben, Tod, Trauer, Zeit

Zeit Trauer Tod

Wir glauben, dass Veränderungen in uns selbst mit der Zeit eintreten können, dass Ordnung in uns selbst nach und nach aufgebaut und Tag für Tag vermehrt werden kann. Aber die Zeit bringt keine Ordnung und keinen Frieden, deshalb müssen wir aufhören, in Begriffen der Allmählichkeit zu denken. Das bedeutet, dass es für uns kein Morgen gibt, in dem wir friedlich sein können. Wir müssen im Augenblick in Ordnung sein.

Einbruch in die Freiheit, Freiheit

Freiheit

Aber zunächst wollen wir uns fragen, ob wir wirklich frei sein möchten. Wenn wir über Freiheit sprechen, meinen wir dann die totale Freiheit oder nur die Freiheit von etwas, das uns unbequem oder unangenehm oder unerwünscht ist?

Beobachter, Einbruch in die Freiheit, Ich, Passives Gewahrsein, Selbstbefriedigung

Ich

Bevor wir weitergehen, möchte ich Sie fragen, was Ihr grundlegendes, dauerhaftes Interesse am Leben ist. Lassen wir alle schrägen Antworten beiseite und gehen wir direkt und ehrlich auf diese Frage ein: Was würden Sie antworten? Wissen Sie es?

Sind Sie es nicht selbst? Jedenfalls ist es das, was die meisten von uns sagen würden, wenn sie wahrheitsgemäß antworten würden. Ich interessiere mich für meinen Fortschritt, meine Arbeit, meine Familie, die kleine Ecke, in der ich lebe, dafür, dass ich eine bessere Position bekomme, mehr Ansehen, mehr Macht, mehr Herrschaft über andere und so weiter.

Einbruch in die Freiheit, Gedanke, Sehnsucht, Vergnügen, Zeit

Streben nach Vergnügen

Wir alle sind auf der Suche nach Vergnügen in der einen oder anderen Form – intellektuelles, sinnliches oder kulturelles Vergnügen, das Vergnügen, zu reformieren, anderen zu sagen, was sie tun sollen, die Übel der Gesellschaft zu verändern, Gutes zu tun – das Vergnügen, mehr zu wissen, mehr körperliche Befriedigung, mehr Erfahrung, mehr Verständnis des Lebens, all die klugen, listigen Dinge des Geistes – und das letztendliche Vergnügen ist natürlich, Gott zu haben.

Zeit

Laufe der Zeit

Wir glauben, daß sich in uns im Laufe der Zeit eine Wandlung vollziehen kann, daß nach und nach eine innere Ordnung geschaffen werden kann und daß wir Tag für Tag dazu beitragen können. Aber die Zeit bringt keine Ordnung und keinen Frieden. Darum müssen wir aufhören, an ein stufenweises Fortschreiten zu glauben. Das bedeutet, daß es für uns kein Morgen gibt, um darin friedvoll zu leben. Wir müssen augenblicklich friedlich sein.

Meditation

Krishnamurti über Meditation

Meditation ist keine Flucht aus der Welt, sie isoliert nicht, sie kapselt nicht ab, sie ist vielmehr das umfassende Verstehen der Welt und ihrer Beschaffenheit. Die Welt hat neben Nahrung, Kleidung und Obdach und neben den Vergnügungen mit ihren grossen Kümmernissen wenig zu bieten.

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