Autorenname: j. Krishnamurti

Beziehung, Handeln

Handeln ist Beziehung 2

Unser Problem ist also das Handeln, das Verstehen und das Glück. Es gibt keine Grundlage für wahres Denken, wenn wir uns selbst nicht kennen. Ohne mich selbst zu kennen, habe ich keine Grundlage für mein Denken – ich kann nur in einem Zustand des Widerspruchs leben, wie die meisten von uns. Um die Welt, die Welt meiner Beziehungen zu verändern, muss ich bei mir selbst anfangen. Du magst sagen: „Um die Welt auf diese Weise zu verändern, braucht man unendlich viel Zeit.“ Wenn wir sofortige Ergebnisse wollen, denken wir natürlich, dass es zu lange dauert.

Beziehung, Handeln

Handeln ist Beziehung 1

Handlung scheint ständige Reibung, ständige Missverständnisse und Ängste zu erzeugen; und wir sehen in der Welt, dass jede organisierte Handlung leider zu einer Reihe von Katastrophen geführt hat. Wir sehen in der Welt um uns herum Verwirrung, Elend und widersprüchliche Wünsche; und angesichts dieses Weltchaos werden die nachdenklichsten und ernsthaftesten Menschen – nicht die, die sich etwas vormachen, sondern die, die sich wirklich Sorgen machen – natürlich erkennen, wie wichtig es ist, über das Problem des Handelns nachzudenken.

Angst, Krieg

Es ist unsere Erde

Es ist unsere Erde – Außerdem haben wir die Welt in wirtschaftliche Sphären aufgeteilt, mit all ihren Problemen. Vielleicht ist eine der Hauptursachen für Kriege die Schwerindustrie. Wenn Industrie und Wirtschaft Hand in Hand mit der Politik gehen, müssen sie unweigerlich eine trennende Aktivität aufrechterhalten, um ihren wirtschaftlichen Status zu erhalten. Das tun alle Länder, die großen und die kleinen. Die kleinen Länder werden von den großen Nationen aufgerüstet – manche still und heimlich, andere offen. Ist die Ursache für all das Elend, das Leid und die enorme Geldverschwendung für Rüstung der sichtbare Stolz, der Wunsch, anderen überlegen zu sein?

Leid, Leiden, leidenschaft

Leid und Leidenschaft

Leid und Leidenschaft – Die Grundbedeutung des Wortes »Leiden-schaft« ist Leiden. Für die meisten von uns ist Leid etwas Furchtbares, dem man aus dem Wege gehen, etwas, das man ganz beseitigen oder aufheben muss. Wenn man es nicht aufheben kann, dann vergöttern wir es entweder, wie es das Christentum tut, oder, wie es in Asien geschieht, wir begründen es. Man gebraucht dafür das Wort »Karma« und meint damit, das Leid sei das Resultat vergangener Handlungen. Doch das Leid begleitet uns immer, wir nehmen es vielleicht nicht zur Kenntnis, es ist uns vielleicht nicht geläufig, nicht vertraut, aber es ist vorhanden. Dieses Leid entsteht vielleicht durch Frustration, durch das Bewusstsein vollkommener Isolation, durch den Verlust eines Menschen, den man zu lieben glaubte, oder es ist das Leid einer großen ungelösten Angst.

Angst, Eifersucht, Liebe, Probleme, Schmerz

Einfach Leben

Ich fürchte, dass die meisten von uns keine ernsthaften Menschen sind. Wir lassen gerne andere für uns denken und uns sagen; was wir tun sollen, und dadurch geraten wir in einen Zustand der Anpassung, des Gehorsams und Sich Fügens. Ich meine, es wäre ein Fehler, wenn wir mit dem, was hier gesagt wird, übereinstimmen oder dagegen sein wollten.

Bewusstsein, Denken, Denker

Sklaven des Denkens

Sklaven des Denkens – Miteinander in Kommunikation sein ist ziemlich einfach: Wir akzeptieren bestimmte Worte mit ihrer lexikalischen Bedeutung, wir hören dem, was gesagt wird, intellektuell zu und sind dafür oder dagegen. Verbale Kommunikation ist notwendig, da wir uns sonst nicht verständigen können. Eine weitgehende Verständigung hängt jedoch von unserem guten Willen ab, das Wort zu verstehen, denn vielleicht wollen wir uns gar nicht verständigen, weil wir sonst Schwierigkeiten bekommen. Vielleicht wollen wir uns auch nur teilweise verständigen, intellektuell, ohne das Problem wirklich zu begreifen – dann werden wir nicht handeln.

Aufmerksamkeit, Meditation, Wachheit

Große Wachheit

Große Wachheit – Wir haben viele Probleme, nicht nur hierzulande, sondern auf der ganzen Welt, und sie scheinen schlimmer zu werden. Man sieht, dass eine Änderung nötig ist – auf wirtschaftlicher, sozialer, individueller, kommunaler Ebene usw. Man sieht ausserdem, dass die Dinge nur schlimmer werden, je mehr man verändert, Es muss, das ist klar, eine radikale innere Revolution stattfinden, eine totale psychische Mutation, und dazu scheinen wir nicht imstande zu sein.

Beziehung, Leben, Lebensangst, Liebe, Lust, Religion, Tod

Grundlegende Fragen

Grundlegende Fragen: Eine unserer großen Schwierigkeiten liegt darin, dass wir nie grundlegende Fragen stellen. Und wenn wir sie stellen, dann erwarten wir, dass ein anderer uns die Antwort gibt. Wir gelangen nie selbst zum vollkommenen Verständnis eines Problems. Aber vielleicht können wir uns heute Abend drei oder vier Grundprobleme vornehmen und sehen, ob wir sie nicht selbst lösen können, ohne uns auf den Redner oder sonst jemanden zu verlassen.

Nach oben scrollen